CBCT – ConeBeamComputerTomographie
Digitale Volumentomographie (DVT/CBCT) in Köln-Lindenthal: dreidimensionale Aufnahmen von Knochen und Gelenken, auch im Stehen unter Belastung.
Ein Bruch, den das normale Röntgenbild nicht zeigt. Eine Gelenkfläche, deren Stufe sich in zwei Ebenen nicht beurteilen lässt. Eine Fehlstellung, die erst auffällt, wenn der Fuß belastet wird. Für solche Fragen gibt es die digitale Volumentomographie, kurz DVT — international auch Cone-Beam-CT oder CBCT genannt. Seit August 2022 steht das Gerät in meiner Praxis.
Wie das Verfahren funktioniert
Statt eines flachen Strahlenfächers wie beim Computertomografen nutzt das DVT einen kegelförmigen Röntgenstrahl. Der Aufnahmearm dreht sich einmal um die zu untersuchende Region; aus den dabei aufgenommenen Einzelbildern berechnet der Rechner einen dreidimensionalen Datensatz. Den kann ich anschließend in jeder beliebigen Ebene durchsehen — quer, längs, schräg — und daraus auch eine räumliche Darstellung erzeugen.
Der praktische Unterschied zum CT liegt in der Bauweise: Das Gerät ist klein genug für eine Praxis, und die zu untersuchende Region wird einzeln aufgenommen statt in einer Röhre. Die Aufnahme selbst dauert weniger als eine Minute, und der Befund liegt sofort vor. Für Sie heißt das: Untersuchung, Bildgebung und Besprechung in einem Termin, ohne Überweisung und ohne Wartezeit auf einen Termin anderswo.
Untersucht werden damit der Schädel- und der Extremitätenbereich — also Kopf, Arme und Beine einschließlich Hand-, Sprung- und Kniegelenk.
Aufnahmen unter Belastung
Eine Besonderheit ist die Aufnahme im Stehen. Ein liegend angefertigtes Bild zeigt das Gelenk ohne Last — genau die Situation also, in der die Beschwerden meist nicht auftreten. Unter Körpergewicht verändern sich Stellung und Abstände, und manches wird erst dann sichtbar. Für Fuß und Sprunggelenk ist dieser Vorteil in Übersichtsarbeiten gut beschrieben, insbesondere im Rückfuß.
Dazu gehört aber auch die Einordnung: Belegt sind bessere Messwerte und eine genauere räumliche Darstellung. Dass sich damit auch die Behandlungsergebnisse verbessern, ist bislang nicht gezeigt, und einheitliche Untersuchungsprotokolle gibt es noch nicht. Ich setze die Belastungsaufnahme deshalb dort ein, wo sie eine konkrete Frage beantwortet, nicht routinemäßig.
Strahlenbelastung — ehrlich eingeordnet
Hier wird häufig unsauber geworben, deshalb die Zahlen. Gegenüber einem Computertomografen ist die Strahlendosis des DVT deutlich niedriger: Eine systematische Übersicht aus 21 Studien fand im Mittel eine Verringerung um etwa den Faktor zwölf. Gegenüber einer gewöhnlichen Röntgenaufnahme ist sie dagegen höher — je nach Gerät, Region und Einstellung grob um das Zwei- bis Fünffache. Wer mit einem DVT also „weniger Strahlung als beim Röntgen“ bewirbt, verkürzt die Sache.
Zur Einordnung hilft der Alltag mehr als die Prozentzahl: Die natürliche Strahlenbelastung in Deutschland beträgt laut Bundesamt für Strahlenschutz durchschnittlich 2,1 Millisievert im Jahr. Die Dosis einer DVT-Aufnahme am Sprunggelenk liegt nach den Messwerten unseres Geräts bei etwa fünf Mikrosievert — das entspricht ungefähr der natürlichen Strahlenbelastung von rund einem Tag und damit einem kleinen Bruchteil eines Prozents dieser Jahresdosis.
Trotzdem gilt: Jede Aufnahme braucht einen Grund. Nach dem Strahlenschutzgesetz darf eine Röntgenuntersuchung erst durchgeführt werden, wenn ein Arzt mit der erforderlichen Fachkunde entschieden hat, dass ihr gesundheitlicher Nutzen das Strahlenrisiko überwiegt. Das gilt auch dann, wenn Sie die Untersuchung selbst bezahlen und ausdrücklich wünschen. Eine Aufnahme ohne Beschwerden, nur zur Vorsorge, ist nicht zulässig.
Wofür das DVT nicht geeignet ist
Das Verfahren ist auf Knochen ausgelegt. Weichteile stellt es deutlich schlechter dar als ein Computertomograf, und für Bänder, Sehnen, Knorpel, Muskeln und Bandscheiben ist die Magnetresonanztomografie das Mittel der Wahl. Größere Gelenke und die Suche nach Knochentumoren gehören ebenfalls nicht zu seinen Stärken. Ausgeprägtes Metall im Bild — etwa nach einer Versorgung mit Platten oder Prothesen — stört die Bildqualität stärker als beim CT.
Wenn Ihre Frage in diese Bereiche fällt, sage ich Ihnen das und veranlasse die passende Untersuchung, statt eine Aufnahme zu machen, die sie nicht beantwortet.
Kosten und Kostenerstattung
Für die digitale Volumentomographie gibt es in der vertragsärztlichen Versorgung keine eigene Abrechnungsziffer; sie ist dort keine Regelleistung. Meine Praxis ist ohnehin seit Oktober 2022 eine reine Privatpraxis für Privatversicherte, Beihilfeberechtigte und Selbstzahler. Die Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte über eine von der Bundesärztekammer empfohlene Analogziffer; die dreidimensionale Auswertung wird gesondert berechnet. Bei privater Versicherung richtet sich die Erstattung nach Ihrem Tarif.
Wer die Untersuchung durchführt
Die rechtfertigende Indikation stelle ich selbst; das verlangt das Strahlenschutzgesetz und setzt die entsprechende Fachkunde voraus. Für die digitale Volumentomographie ist dabei eine eigene Fachkunde erforderlich, zusätzlich zu der für das konventionelle Röntgen. Die Aufnahmen fertigt unser radiologisch geschultes Personal an, die Befundung mache ich.
Termin in Köln-Lindenthal
Die Praxis liegt an der Aachener Straße 327 in 50931 Köln. Sprechzeiten montags, dienstags und donnerstags von 8.00 bis 13.00 und von 15.00 bis 18.00 Uhr, mittwochs und freitags nach Vereinbarung. Termin telefonisch unter 0221 / 33 77 500 oder über das Terminformular. Bringen Sie Voraufnahmen mit — sie ersparen unter Umständen eine neue Aufnahme.
Häufige Fragen
1. Wie lange dauert die Aufnahme?
Der eigentliche Umlauf dauert weniger als eine Minute. Mit Positionierung und Besprechung sollten Sie etwas mehr Zeit einplanen.
2. Ist das ein CT?
Verwandt, aber nicht dasselbe. Das DVT arbeitet mit einem kegelförmigen Strahl, nimmt nur eine Region auf und kommt mit deutlich weniger Dosis aus als ein Computertomograf.
3. Muss ich in eine Röhre?
Nein. Sie sitzen oder stehen, der Aufnahmearm bewegt sich um die untersuchte Region.
4. Bekomme ich die Bilder mit?
Ja, die Aufnahmen werden Ihnen zur Verfügung gestellt.
5. Kann ich eine Aufnahme ohne Beschwerden bekommen?
Nein. Eine Röntgenuntersuchung ohne medizinischen Grund ist gesetzlich nicht zulässig, auch nicht auf eigenen Wunsch und eigene Kosten.
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